Sexueller Missbrauch

Hier sind einige Beispiele, was man unter sexuellem Missbrauch versteht:

  • Eine erwachsene oder jugendliche Person überredet oder zwingt ein Kind dazu, sie zu küssen oder den Penis oder die Scheide anzuschauen oder anzufassen
  • Eine erwachsene oder jugendliche Person versucht ein Kind überall zu berühren oder zu küssen (über oder auch unter der Kleidung)
  • Männer, Frauen oder Jugendliche zeigen einem Kind Fotos, Filme oder Seiten im Internet mit nackten Menschen – Bilder, die mit Sex und auch Gewalt zu tun haben.
  • Jemand will von einem nackten Kind Fotos oder Filme oder Handyaufnahmen machen.

Das alles ist nicht in Ordnung!

Wenn dir so etwas passiert, bist du damit nicht allein. Viele Kinder, Mädchen und Jungen werden sexuell missbraucht, meistens von Erwachsenen oder älteren Jugendlichen, die sie kennen oder sogar lieb haben. Es kann ein Nachbar sein, der Leiter einer Jugendgruppe, es kann auch ein Lehrer sein, ein Onkel, der Opa, ein Cousin, ein älterer Bruder oder auch der Vater, der Freund der Mutter. Manchmal missbrauchen auch Frauen Kinder.

Wenn du sexuellen Missbrauch erlebt hast, dann hast du selber nie Schuld daran, egal wie du dich verhalten hast. Auch wenn du z.B. Geschenke angenommen hast. Schuld hat immer der Erwachsene oder Jugendliche. Niemand hat das Recht, dich anzufassen, wenn du es nicht willst – schon gar nicht deinen Po, deine Scheide, deinen Penis, deine Brust. Niemand hat das Recht, dich zu küssen, wenn du es nicht willst.
Keine Person darf dich zwingen oder überreden sie anzufassen, zu streicheln oder zu küssen.

Wenn jemand dich komisch berührt, dir unangenehme Sachen erzählt, dir eklige Bilder zeigt oder dich gegen deinen Willen fotografieren will, dann darfst du „Nein“ sagen, „das will ich nicht“, unfreundlich und frech sein, toben, schreien und weglaufen.
Wenn du Nein sagen und dich wehren kannst, ist das prima. Wir wissen aber, dass es häufig sehr schwer ist, Nein zu sagen oder die Erwachsenen gar nicht auf das Nein hören. Auf jeden Fall solltest du einer Person, der du vertraust, erzählen, was du erlebt hast.
Vielleicht hast du versprochen, nicht darüber zu reden, weil es ein Geheimnis ist, oder jemand hat dir gedroht, dass etwas Schlimmes passiert, wenn du darüber sprichst. Trotzdem: Über Geheimnisse, die dir Kummer oder Angst machen, die dich bedrücken oder durcheinander bringen, über solche „Geheimnisse“ darfst du reden.


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